Noll: Hab und Gier

nollIngrid Noll
Hab und Gier

Der kinderlose und todkranke Witwer Wolfram macht seiner ehemaligen Arbeitskollegin Karla ein mörderisches Angebot. Sie bekommt ein Viertel seines Vermögens, wenn sie sich um seine Beerdigung kümmert, die Hälfte, wenn sie ihn bis zu seinem Tod im eigenen Haus pflegt, und alles, wenn sie bereit ist, ihn auf seinen Wunsch hin zu töten. Karlas erste moralische Empörung über den dritten Vorschlag weicht bald der materiellen Gier und eine rabenschwarze Komödie nimmt ihren Lauf.

DIOGENES, 256 S., Leinen, € 21,90

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Healey: Elizabeth wird vermißt

healeyEmma Healey
Elizabeth wird vermisst

Kann eine 28-Jährige überhaupt einen Roman über das Alter und Alzheimer, über die Vergänglichkeit und die Vergesslichkeit schreiben? Sie kann! Die Engländerin Emma Healey begibt sich zusammen mit uns und ihrer an Alzheimer leidenden Heldin Maud auf die Suche nach deren verschwundener Freundin Elizabeth. Gemeinsam mit ihr durchleiden wir die Sorgen und Nöte, die Irrungen und Wirrungen eines alten, verletzlichen Menschen, der mit den Tücken des unwiderruflichen Vergessens kämpft. Ein Romandebüt der Spitzenklasse!

LÜBBE, 348 S., Klappenbroschur, € 14,99

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Jenison: Sunwise Turn

sunwiseMadge Jenison
Sunwise Turn
Eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher

Zwei Frauen machen ihren Traum wahr und gründen 1916 eine Buchhandlung in New York, direkt an der Fifth Avenue: Sunwise Turn wird innerhalb weniger Wochen zum kulturellen Zentrum Manhattans. Jenison, eine der Gründerinnen, erzählt in diesem hinreißend ehrlichen, sehr unterhaltsamen Buch, wie die junge Peggy Guggenheim Botengänge für sie erledigte und wie viele andere Künstler und Intellektuelle die lebendige und inspirierende Atmosphäre genossen.

EDITION EBERSBACH, 160 S., Halbleinen, € 15,80

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Jalowicz Simon: Untergetaucht

simonMarie Jalowicz Simon
Untergetaucht
Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940–1945

Als sich im Winter 1941/1942 die Lage der Juden in Deutschland immer weiter verschlechtert und Verhaftungen durch die Gestapo bevorstehen, taucht die Jüdin Marie Jalowicz in Berlin unter – mit falschen Papieren, in Verstecken, die sie sich unter Lebensgefahr immer wieder neu suchen muss. Auf 77 Tonbändern hat Marie Jalowicz Simon die Geschichte ihres Schattendaseins und ihres unbedingten Lebenswillens festgehalten und damit die Grundlage für dieses ergreifende Buch geschaffen.

S. FISCHER, 416 S., geb., € 22,99

Reventlow: Von Paul zu Pero

reventlowFranziska zu Reventlow
Von Paul zu Pedro
Amouresken

Für ihren zweiten Roman wählte Franziska zu Reventlow ein Thema, das ihr amüsant und lohnenswert erschien: die Schwabinger Bohème und das Phänomen „Mann“. Im Stil einer klassischen Hetäre plaudert sie über die Spielarten der Liebe, gewährt tiefen Einblick in ihr libertäres Liebesleben und charakterisiert die verschiedenen Rollen der Liebhaber. Da gibt es z. B. den Typus „elegante Begleitdogge, zum Verzagen langweilig, aber unwiderstehlich elegant“. Scharfzüngige, selbstironische Reflexionen einer emanzipierten Frau vor 100 Jahren.

EDITION EBERSBACH, 128 S., Halbleinen, € 15,80

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