Das sowjetische Jahrhundert Archäologie einer untergegangenen Welt – Roman von Karl Schlögel

Das sowjetische Jahrhundert100 Jahre Oktober­re­volution, 25 Jah­re seit dem Ende der Sowjetuni­on: Im Rück­blick tun sich neue Pers­pek­tiven zur Vermessung der sowjetischen Welt auf. Der Osteuropa-His­to­riker Schlö­gel kennt die Sowjetuni­on wie kein Zwei­ter. Sein beeindru­cken­des Werk zeigt die his­to­ri­schen Eckdaten der Welt­macht in ei­nem neuen Licht, erkundet die Weite des Landes ebenso wie die Enge der Gemeinschafts­woh­nungen und erklärt die Alltagsritu­a­le des Vielvölker­rei­ches. Von den gewährten Ein­bli­cken bis zur Sprache grandios!

C.H.BECK
752 S., 80 Abb., geb., € 29,95

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Die Geschichte der Welt – Neu erzählt von Ewald Frie

Die Geschichte der WeltIn Chang’an, der ersten Millionen­stadt der Welt, sollen im 8. Jahr­hun­dert
n. Chr. zwei Millionen Men­schen ge­lebt haben, Australien wurde früher vom Homo sapiens besiedelt als Eu­ropa und die Pyramiden Ame­rikas wa­ren den ägyptischen ebenbürtig – der His­to­riker Frie zieht die globale Pers­pek­tive der eurozentrierten vor und schreibt Welt­ge­­schich­te neu. Eine in jeder Hinsicht beeindruckende historische Gesamtdarstellung mit vielen überraschenden Fakten.

C.H.BECK
464 S., 40 Farbabb., 27 Karten
in Farbe, geb., € 28,-
Illustriert von Sophia Martineck

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Eine allgemeine Theorie des Vergessens – Roman von José Eduardo Agualusa

Eine allgemeine Theorie des Vergessens

Am Vorabend der angolanischen Re­volution hebt Ludovica auf ihrer Dach­terrasse ein schmales Grab zwischen gelben Rosen aus und beerdigt einen Einbrecher. Danach mauert sie sich in der Wohnung ein. 30 Jahre später fin­den sich Profiteure, Opfer und Be­richt­erstatter der Revo­lu­tion vor ihrer Mauer wieder: In diesem groß­ar­tigen Showdown werden alle Fäden, alle Ge­schichten dieses Romans miteinander verknüpft. Agualusas Lust am Er­zählen spricht aus jedem Satz, je­der Seite: ein poetisches Feuer­werk!

C.H.BECK
197 S., geb., € 19,95

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Ich schreibe Ihnen im Dunkeln – Roman von Jean Luc Seigle

Pauline Dubuisson ist 21, als sie ihren Ex-Verlobten Alex im Affekt er­schießt. Er hatte sich von ihr ge­trennt, als er erfuhr, dass sie – zu Kriegszeiten die 16-jährige Geliebte eines deut­schen Arz­tes – 1946 von der Ré­sistance kahl geschoren und öffentlich ge­schän­det worden war. Aus dem Ge­fäng­nis ent­las­sen, be­ginnt Pauline ein neues Le­ben in Ma­rok­ko. Für ihre neue Liebe Jean schreibt sie ihr Leben auf und macht sich auf die Suche nach der Wahr­heit. Seigles bewegender Ro­man nach einer wahren Bege­ben­heit ist ein sprachliches Meis­ter­werk.
C.H.BECK
207 Seiten, gebunden, 19,95 €

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Jan Caeyers: Beethoven

Eine faszinierende, völlig unprätentiöse Biografie, der die besondere Beziehung des Autors zu Beethovens Musik wie eine Basslinie zugrunde liegt. Man spürt es in jedem Kapitel: Caeyers brennt für Beethoven.

Als Ludwig van Beethoven seine 9. Symphonie im Kärntnertortheater in Wien am 7. Mai 1824 uraufführte, war er schon lange taub. Man drehte ihn um, damit er den jubelnden Beifall an der Anzahl der geworfenen Hüte und geschwenkten Taschentücher ermessen konnte. Beethovens Taubheit wird für den Komponisten eine unermessliche Bedrohung gewesen sein, für sein Publikum jedoch war und ist sie ein Glück. Denn sonst hätte Beethoven in den Jahren nach 1802 anderes komponiert, weniger Gewagtes, er hätte sich vielleicht nicht als Revolutionär seiner Zeit erwiesen. Spannend erzählt der Autor, selbst Musiker und Musikwissenschaftler, Beethovens Leben für ein Publikum, das Kenner und Liebhaber, Wissenschaftler wie auch normal Interessierte umfasst.

Jan Caeyers
Beethoven
Der einsame Revolutionär
Aus dem Niederländischen
von Andreas Ecke
832 Seiten, 47 Abbildungen,
gebunden, € 29,95,
ISBN 978-3-406-63128-3

(C.H.Beck)