Schlafen werden wir später – Roman von Zsuzsa Bánk

Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt und kämpft täglich gegen die Zumutungen des Alltags. Ihre Freundin Johanna ist Lehrerin im Schwarzwald und muss die Ge­spens­ter der Vergangenheit mit dem überwunden geglaubten Krebs be­wältigen. In der Mitte ihres Lebens stellt sich beiden die Frage nach dem Sinn. In E-Mails und Briefen von großer Tiefe und Offenheit tauschen sie sich über ihr Ringen um Selbst­behauptung, Frei­heit und Glück aus. Das große Fest der Freundschaft zweier Frauen.
S. FISCHER
688 Seiten, gebbunden, 24,- €

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Ich schreibe Ihnen im Dunkeln – Roman von Jean Luc Seigle

Pauline Dubuisson ist 21, als sie ihren Ex-Verlobten Alex im Affekt er­schießt. Er hatte sich von ihr ge­trennt, als er erfuhr, dass sie – zu Kriegszeiten die 16-jährige Geliebte eines deut­schen Arz­tes – 1946 von der Ré­sistance kahl geschoren und öffentlich ge­schän­det worden war. Aus dem Ge­fäng­nis ent­las­sen, be­ginnt Pauline ein neues Le­ben in Ma­rok­ko. Für ihre neue Liebe Jean schreibt sie ihr Leben auf und macht sich auf die Suche nach der Wahr­heit. Seigles bewegender Ro­man nach einer wahren Bege­ben­heit ist ein sprachliches Meis­ter­werk.
C.H.BECK
207 Seiten, gebunden, 19,95 €

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Die den Sturm ernten – Sachbuch von Michael Lüders


Wie der Westen Syrien
ins Chaos stürzte

Hochaktuell und verstörend: Nach „Wer den Wind sät“ präsentiert Michael Lüders hier neue alarmierende Fakten zur aktuellen Situation in Syrien.

Was heute in Syrien geschieht, hat eine lange Vorgeschichte. Es ist nur eine Hälfte der Wahrheit, Assad und sei­ne Ver­bün­deten, allen voran Russ­land, für die Gräuel des Krieges verantwortlich zu machen. Michael Lü­ders, lang­jähriger Nahost-Korres­pon­dent der Zeit, rollt die Geschichte der Inter­ventionen durch die CIA seit 1949 auf und zeigt an­hand von Ge­heim­­dienst­­do­ku­men­ten, dass seit dem Be­ginn der Revolte gerade der Westen die Dschihadisten mit Waffen belie­fe­rt.
C.H.BECK
175 Seiten, 1 Karte, Klappenbroschur, 14,95 €

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Niemand ist bei den Kälbern – Roman von Alina Herbing

Was für ein wunderbarer erster Roman, was für eine neue Stimme:

Der blaue Himmel spannt sich über Schettin in Nordwestmeck­len­burg wie eine Plane, unter der alle gefangen sind. Christin ist auf dem Hof ihres Freun­des Jan eingezogen. Ihr wird nicht viel zugetraut, die Tränken für die Kühe darf sie auffüllen. Sie träumt von Hamburg, wo ihre Mut­ter leben soll, die den alkoholkranken Vater vor Jahren verlassen hat. Und dann taucht Windrad­techniker Klaus auf. Mit starken Bildern zeichnet die junge Autorin eine Anti-Idylle, aus der nur ein Weg bleibt: Flucht. Man möchte sofort mehr von Alina Herbing lesen. Unbedingt empfehlenswert!

ARCHE VERLAG
224 Seiten, gebunden, 20,- €

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Sie kam aus Mariupol – Roman von Natascha Wodin

Mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2017 im Bereich Belletristik wurde die Autorin Natascha Wodin für Ihr herausragendes Werk „Sie kam aus Mariupol“ ausgezeichnet.

 

Natascha Wodin

Sie kam aus Mariupol

Viel weiß Natscha Wodin nicht über ihre Mutter, die starb, als die Autorin zehn Jahre alt war. Auf ihrer Spurensuche bestätigen sich alle erinnerten Details: der Onkel der ein berühmter Opernsänger gewesen sein soll, die italienische Großmutter, der Geburtsort Mariupol. Endlich kann die Autorin, die 2015 mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet worden ist, alles zu einem Bild der Mutter zusammenfügen. Mehr noch: Sie stellt die durch die Geschichte gekappte Verbindung zu ihrer Familie wieder her. Ein bewegendes Buch gegen das Vergessen.

ROWOHLT
368 Seiten, gebunden, 19,95 €

 

Natascha Wodin, 1945 in Fürth geboren, ist seit 1981 freie Schriftstellerin und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In ihren Werken setzt Natascha Wodin sich vor allem mit dem Thema der Entwurzelung, Fremdheit und Ortlosigkeit auseinander. Zuletzt erschienen sind Nachtgeschwister (Kunstmann, 2009) und Alter, fremdes Land (Jung und Jung, 2014).

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