Eine faszinierende, völlig unprätentiöse Biografie, der die besondere Beziehung des Autors zu Beethovens Musik wie eine Basslinie zugrunde liegt. Man spürt es in jedem Kapitel: Caeyers brennt für Beethoven.
Als Ludwig van Beethoven seine 9. Symphonie im Kärntnertortheater in Wien am 7. Mai 1824 uraufführte, war er schon lange taub. Man drehte ihn um, damit er den jubelnden Beifall an der Anzahl der geworfenen Hüte und geschwenkten Taschentücher ermessen konnte. Beethovens Taubheit wird für den Komponisten eine unermessliche Bedrohung gewesen sein, für sein Publikum jedoch war und ist sie ein Glück. Denn sonst hätte Beethoven in den Jahren nach 1802 anderes komponiert, weniger Gewagtes, er hätte sich vielleicht nicht als Revolutionär seiner Zeit erwiesen. Spannend erzählt der Autor, selbst Musiker und Musikwissenschaftler, Beethovens Leben für ein Publikum, das Kenner und Liebhaber, Wissenschaftler wie auch normal Interessierte umfasst.
Jan Caeyers
Beethoven
Der einsame Revolutionär
Aus dem Niederländischen
von Andreas Ecke
832 Seiten, 47 Abbildungen,
gebunden, € 29,95,
ISBN 978-3-406-63128-3


